Die Netzwerk-Hashrate ist die gesamte Rechenleistung, die alle Miner weltweit im Monero-Netzwerk einsetzen. Monero nutzt den RandomX-Algorithmus, der gezielt so entworfen wurde, dass CPUs gegenüber spezialisierten ASICs kaum benachteiligt sind - entsprechend setzt sich die Netzwerk-Hashrate bis heute aus einer Mischung von CPUs, GPUs und einzelnen spezialisierten Geräten wie der Antminer-X9-Serie zusammen. Eine steigende Hashrate bedeutet mehr Wettbewerb um dieselbe Blockbelohnung - der Ertrag je Hashrate-Einheit sinkt; eine fallende Hashrate wirkt umgekehrt. Für Miner ist die Hashrate deshalb neben dem Kurs die wichtigste Netzwerkgröße; zugleich gilt sie als Sicherheitsmaß der Chain, weil jeder Angriffsversuch mit steigender Gesamt-Hashrate teurer wird.
Die Difficulty legt fest, wie schwer es ist, einen gültigen Block zu finden, und passt sich fortlaufend an die Netzwerk-Hashrate an, damit die Blockrate stabil bleibt. Hashrate und Difficulty bewegen sich deshalb im Gleichschritt - im Chart oben lassen sich beide Kennzahlen umschalten und der Zusammenhang direkt ablesen.
Monero verpflichtet anders als viele andere Coins jede Transaktion zur Anonymisierung: Ring-Signaturen verschleiern, welcher von mehreren möglichen Absendern eine Transaktion tatsächlich ausgelöst hat. Anonymität ist bei Monero also kein optionales Feature, sondern Protokollstandard. Für die Netzwerk-Hashrate und die Blocksicherheit ändert das nichts: Jede Transaktion wird unabhängig davon von denselben RandomX-Minern verarbeitet und abgesichert.
Monero kennt kein Halving. Sobald die reguläre, laufend sinkende Emission die Untergrenze erreicht hat, zahlt das Protokoll dauerhaft eine konstante Tail-Emission von 0,6 XMR pro Block - eine planbare Miner-Vergütung ohne weitere Reduktionsschritte. Für Miner bedeutet das eine im Vergleich zu Halving-Coins berechenbarere Grundlage, ersetzt aber nicht die laufende Beobachtung von Hashrate und Kurs. Wie sich die konstante Blockbelohnung auf den Ertrag auswirkt, lässt sich im Monero-Mining-Rechner nachrechnen.
Der Datenbestand von Cryptohall24 reicht bis 2014 zurück, kurz nach dem Start des Monero-Netzwerks - einer der am längsten lückenlos erfassten Coins im eigenen Monitoring. Seitdem wächst die Aufzeichnung täglich um einen Datenpunkt - die Charts oben zeigen den vollständigen Verlauf mit frei wählbarem Zeitraum.