Die Netzwerk-Hashrate ist die gesamte Rechenleistung, die alle Miner weltweit im Kaspa-Netzwerk einsetzen. Kaspa läuft nicht auf einer klassischen linearen Blockchain, sondern auf einem BlockDAG nach dem GHOSTDAG-Protokoll: Mehrere Blöcke können parallel entstehen und werden anschließend eindeutig in eine Reihenfolge gebracht, statt dass wie bei Bitcoin nur ein Block pro Runde zählt und Nebenblöcke verworfen werden. Gemint wird ausschließlich mit spezialisierten kHeavyHash-ASICs; klassische GPU- oder CPU-Miner spielen längst keine Rolle mehr. Eine steigende Hashrate bedeutet mehr Wettbewerb um dieselbe tägliche Ausschüttung - der Ertrag je Terahash sinkt; eine fallende Hashrate wirkt umgekehrt. Für Miner ist die Hashrate deshalb neben dem Kurs die wichtigste Netzwerkgröße; zugleich gilt sie als Sicherheitsmaß der Chain, weil jeder Angriffsversuch mit steigender Gesamt-Hashrate teurer wird.
Die Difficulty legt fest, wie schwer es ist, einen gültigen Block zu finden, und passt sich fortlaufend an die Netzwerk-Hashrate an, damit die Blockrate stabil bleibt. Hashrate und Difficulty bewegen sich deshalb im Gleichschritt - im Chart oben lassen sich beide Kennzahlen umschalten und der Zusammenhang direkt ablesen.
Kaspa zielt bewusst auf eine sehr hohe Blockrate statt eines Blocks alle paar Minuten: Seit dem Crescendo-Upgrade im Mai 2025 erzeugt das Netzwerk zehn Blöcke pro Sekunde - mehr als jedes andere Proof-of-Work-Netzwerk. Möglich macht das gerade die BlockDAG-Architektur: Weil parallele Blöcke nicht verworfen, sondern über GHOSTDAG eindeutig eingeordnet werden, bleibt das Netzwerk auch bei sehr kurzer Blockzeit sicher, und Transaktionen bestätigen entsprechend schnell. Für die Mining-Kalkulation ändert die hohe Blockrate nichts Grundsätzliches - sie verteilt die tägliche Gesamtausschüttung nur auf sehr viele, einzeln sehr kleine Blöcke statt auf wenige große.
Nein - Kaspa hat kein klassisches Halving wie Bitcoin, bei dem die Blockbelohnung an einem festen Stichtag schlagartig halbiert wird. Stattdessen sinkt die Belohnung jeden Monat um einen festen, kleinen Faktor nach dem Prinzip einer chromatischen Tonleiter: Zwölf gleichmäßige monatliche Schritte ergeben zusammen dieselbe Halbierung, die bei Bitcoin an einem einzigen Tag passiert. Für Miner bedeutet das keinen Stichtags-Schock mit plötzlichem Ertragseinbruch, aber einen planbar und kontinuierlich sinkenden KAS-Ertrag, den eine Investitionsrechnung von Anfang an berücksichtigen sollte. Wie sich eine einzelne Reduktionsstufe konkret auf den Ertrag auswirkt, lässt sich im Kaspa-Mining-Rechner nachrechnen.
Neben Hashrate und Difficulty zeigt die Marktkapitalisierung, wie groß das Kaspa-Netzwerk im Vergleich zu anderen Mining-Coins tatsächlich ist. Eine wachsende Marktkapitalisierung geht häufig, aber nicht zwangsläufig, mit steigender Netzwerk-Hashrate einher, weil mehr Miner-Investitionen in das Netzwerk fließen - beide Kennzahlen sollten daher immer gemeinsam betrachtet werden, nie isoliert.
Der Datenbestand von Cryptohall24 reicht bis September 2022 zurück. Sichtbar ist vor allem der Sprung ab 2023, als die ersten kHeavyHash-ASICs auf den Markt kamen und die Netzwerk-Hashrate innerhalb weniger Monate vervielfachten. Seitdem wächst die Aufzeichnung täglich um einen Datenpunkt aus dem eigenen Monitoring - die Charts oben zeigen den vollständigen Verlauf mit frei wählbarem Zeitraum.