Die Netzwerk-Hashrate ist die gesamte Rechenleistung, die alle Miner weltweit im Ethereum-Classic-Netzwerk einsetzen. Gemint wird mit dem Etchash-Algorithmus - GPU-lastig, mittlerweile aber auch mit spezialisierten ASICs wie der Antminer-E11-Serie. Eine steigende Hashrate bedeutet mehr Wettbewerb um dieselbe Blockbelohnung - der Ertrag je Hashrate-Einheit sinkt; eine fallende Hashrate wirkt umgekehrt. Für Miner ist die Hashrate deshalb neben dem Kurs die wichtigste Netzwerkgröße; zugleich gilt sie als Sicherheitsmaß der Chain, weil jeder Angriffsversuch mit steigender Gesamt-Hashrate teurer wird.
Die Difficulty legt fest, wie schwer es ist, einen gültigen Block zu finden, und passt sich fortlaufend an die Netzwerk-Hashrate an, damit die Blockrate stabil bleibt. Hashrate und Difficulty bewegen sich deshalb im Gleichschritt - im Chart oben lassen sich beide Kennzahlen umschalten und der Zusammenhang direkt ablesen.
Ethereum Classic entstand 2016 aus einer Spaltung des Ethereum-Netzwerks und hielt am Proof-of-Work-Prinzip fest. Als Ethereum 2022 auf Proof of Stake umstellte und damit kein Mining mehr brauchte, wanderte ein erheblicher Teil der bis dahin für Ethereum eingesetzten GPU-Hashrate zu Ethereum Classic ab - ein deutlich sichtbarer Effekt in der historischen Hashrate-Kurve dieser Chain.
Ethereum Classic kennt kein klassisches Halving. Nach ECIP-1017 sinkt die Blockbelohnung stattdessen alle 5 Millionen Blöcke um 20 Prozent - im Ökosystem als „Fifthening" bezeichnet. Für Miner bedeutet das eine schrittweise, aber deutlich seltenere Reduktion als bei Coins mit monatlicher oder jährlicher Anpassung. Wie sich eine Reduktionsstufe konkret auf den Ertrag auswirkt, lässt sich im Ethereum-Classic-Mining-Rechner nachrechnen.
Der Datenbestand von Cryptohall24 reicht bis 2016 zurück, dem Jahr der Spaltung von Ethereum und Ethereum Classic. Seitdem wächst die Aufzeichnung täglich um einen Datenpunkt aus dem eigenen Monitoring - die Charts oben zeigen den vollständigen Verlauf mit frei wählbarem Zeitraum, einschließlich des sichtbaren Hashrate-Zuwachses nach dem Ethereum-Wechsel zu Proof of Stake 2022.